Gemeinsam wachsen: Anleitendentreffen im Projekt „sozial:dual"
Praxisanleitende aus ganz Hessen zu Gast in Kassel – Austausch zur Begleitung Studierender im Studiengang „Soziale Arbeit praxisintegriert“
Am 23. Juni kamen die Praxisanleitenden des Studiengangs Soziale Arbeit praxisintegriert (B.A.) aus ganz Hessen auf dem Campus Kassel zusammen. 15 Anleitende, die Studierende über die gesamte Studiendauer hinweg begleiten, informierten sich über die Entwicklung der Hochschule und des Studiengangs im Rahmen des Förderprojekts „sozial:dual“. Das Projekt wird durch die Diakonie Hessen unterstützt und ermöglichte zum Wintersemester 2025/2026 den ersten Start des praxisintegrierten Bachelorstudiengangs.
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Ein Netzwerk, das wächst
Was im Wintersemester 2025 mit 8 Studierenden bei 7 Praxispartnern begann, hat sich seither deutlich weiterentwickelt: Mittlerweile sind es insgesamt 20 Studierende, die bei 14 diakonischen Einrichtungen ihr praxisintegriertes Studium absolvieren. Auch der Studiengang selbst ist inzwischen in neuen Strukturen zuhause: Die CVJM-Hochschule hat den Studiengang in die im April gegründete Evangelische Hochschule Hessen mitgebracht, die aus der Fusion mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt hervorgegangen ist – ein Anschluss, der dem Projekt „sozial:dual" zusätzliche Stabilität und Reichweite verleiht.
Reflexion der eigenen Rolle als gemeinsamer Lernprozess
Neben aktuellen Informationen zur Hochschul- und Studiengangsentwicklung stand beim Treffen vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Die Anleitenden hatten Raum, ihre Rolle zu reflektieren und sich darüber auszutauschen, wie sie Studierende im Prozess der Professionalitätsentwicklung wirkungsvoll unterstützen können. „Es war schön zu erleben, wie viel Raum für Austausch entstanden ist und wie die Anleitenden ihre Rolle reflektiert haben. Genau das zeigt: Die enge Zusammenarbeit zwischen Praxisstellen und Hochschule ist ein gemeinsamer Lernprozess, der uns alle stärkt“, freut sich Esther Reese, Projektkoordinatorin von „sozial:dual“.
Möglich wird diese enge Verzahnung von Theorie und Praxis nur durch die Förderung der Diakonie Hessen, die das Projekt „sozial:dual“ von Beginn an trägt. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Anleitenden, die beim Treffen in Kassel dabei waren – und an die Diakonie Hessen für die Ermöglichung dieses wichtigen Ausbildungsformats.
Thesis-Preise 2026 an der Evangelischen Hochschule Hessen verliehen
Im Rahmen der Graduierungsfeier des Studienstandorts Kassel, die am 11. Juli 2026 in Baunatal in Nordhessen stattfand, hat das Alumni-Netzwerk der Evangelischen Hochschule Hessen (ehemals CVJM-Hochschule) die diesjährigen Thesis-Preise verliehen. Prodekan Prof. Dr. Germo Zimmermann würdigte die ausgezeichneten Absolvent:innen und hob die hohe wissenschaftliche Qualität sowie die gesellschaftliche Relevanz ihrer Abschlussarbeiten hervor.
Insgesamt waren in diesem Jahr in Kassel gleich sieben Arbeiten für den Thesis-Preis nominiert, darunter sechs Bachelorarbeiten und eine Masterarbeit. Eine ehrenamtliche Auswahlkommission hatte die Einreichungen unabhängig voneinander bewertet. Berücksichtigt wurden der theologische Bezug, soziale Verantwortung, Innovation und Diversität, die gesellschaftliche Relevanz und der Praxisbezug sowie die wissenschaftliche und methodische Qualität.
Die Ergebnisse lagen besonders dicht beieinander: Zwischen der erstplatzierten und der siebtplatzierten Arbeit lagen lediglich zwei Punkte. Zimmermann betonte deshalb, dass bereits die Nominierung eine besondere Anerkennung darstelle. Alle eingereichten Arbeiten überzeugten durch ein hohes fachliches Niveau und zeigten die große thematische Breite der am Studienstandort Kassel entstehenden Abschlussarbeiten.
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Dritter Preis für Markus Baun
Der mit 750 Euro dotierte dritte Preis ging an Markus Baun für seine Masterarbeit: „Glaubenswege zwischen Herkunft und Begegnung. Eine qualitative Studie zum religiösen Erleben ezidischer Jugendlicher im Kontext von Alltag und interreligiösen Erfahrungen.“ Die Arbeit widmet sich dem religiösen Erleben ezidischer Jugendlicher und der Bedeutung interreligiöser Begegnungen in der Jugendarbeit. Im Gutachten wird besonders die Verbindung aus empirischer Analyse, religionspädagogischer Reflexion und hoher Sensibilität gegenüber einer religiösen Minderheit hervorgehoben. Dort heißt es: „In dieser Form gibt es im deutschsprachigen Raum bisher kaum vergleichbare Arbeiten.“ Der Preis wurde von sti’pendia, dem Förderkreis der ehemaligen CVJM-Hochschule, gestiftet.
Zweiter Preis für Theresa Fleischmann und Amelie Sophie Mönch
Den zweiten Preis erhielten Theresa Fleischmann und Amelie Sophie Mönch für ihre gemeinsame Bachelorarbeit: „Die Entwicklung von Frauenbildern im Zeitalter digitaler Kommunikationsräume. Eine diskursanalytische und qualitative Untersuchung zu Sexualitäts- und Körperkonstruktionen junger christlich-sozialisierter Frauen.“ Die beiden Preisträgerinnen untersuchen darin, wie sich Frauenbilder in digitalen Kommunikationsräumen verändern und welche Vorstellungen von Sexualität und Körper unter jungen christlich sozialisierten Frauen wirksam werden. Die mit insgesamt 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde von der Diakonie Hessen gestiftet. In einer Videobotschaft gab Rita Hennig die Preisträgerinnen des zweiten Platzes bekannt und gratulierte ihnen zu ihrer wissenschaftlichen Leistung.
Erster Preis für Maria Ruess
Mit dem ersten Preis wurde Maria Ruess für ihre Bachelorarbeit ausgezeichnet: „Sichtbarkeit von Armut in Kinderbüchern. Eine qualitative Untersuchung am Beispiel von ‚Mama Mutsch und mein Geheimnis‘.“ Die Arbeit verbindet eine narratologische Textanalyse mit leitfadengestützten Expertinneninterviews. Sie untersucht, wie Kinderarmut in Kinderliteratur dargestellt wird und welche Impulse daraus für die Soziale Arbeit entstehen können. Das Gutachten würdigt die Arbeit als wissenschaftlich besonders sorgfältig, methodisch überzeugend und gesellschaftlich hoch relevant. In der abschließenden Bewertung heißt es: „Insgesamt handelt es sich um eine herausragende Bachelorarbeit, die in ihrer Tiefe und Qualität auf höchstem Niveau einzuordnen ist.“ Der erste Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wurde vom Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands, CJD, gestiftet. Oliver Stier vom CJD gab die Preisträgerin in einer Videobotschaft bekannt.
Dank an die Förderer und die Auswahlkommission
Prof. Dr. Germo Zimmermann dankte den Mitgliedern der ehrenamtlichen Auswahlkommission für die sorgfältige Begutachtung der eingereichten Arbeiten. Sein besonderer Dank galt außerdem den Förderern sti’pendia, Diakonie Hessen und CJD, durch deren Unterstützung die Preisvergabe ermöglicht wurde. Die Evangelische Hochschule Hessen gratuliert allen Nominierten sowie den vier ausgezeichneten Absolvent:innen herzlich. Ihre Arbeiten zeigen, wie wissenschaftliche Qualität, gesellschaftliche Verantwortung und ein klarer Praxisbezug miteinander verbunden werden können.
Verabschiedung von Prof. Dr. Christiane Schurian-Bremecker
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Pionierin der Hochschule verabschiedet
Im Rahmen der Graduierungsfeier des Studienstandorts Kassel am 11. Juli 2026 in Baunatal wurde Prof. Dr. Christiane Schurian-Bremecker aus dem aktiven Dienst der Evangelischen Hochschule Hessen verabschiedet. Kolleg:innen, Studierende, Alumni und Weggefährt:innen würdigten ihr langjähriges Engagement für Lehre, Forschung und den Aufbau der Hochschule. Bereits vor der Gründung der damaligen CVJM-Hochschule war Christiane Schurian-Bremecker an deren Akkreditierung beteiligt und wurde anschließend erste Professorin am Standort Kassel. Sie baute den berufsbegleitenden Studiengang Soziale Arbeit auf und entwickelte ihn über viele Jahre weiter. Mit ihrem frühzeitigen Einsatz für Blended Learning verband sie Präsenzlehre, digitale Lernformate und eine intensive persönliche Begleitung der Studierenden. Damit prägte sie das Profil der Hochschule nachhaltig. Neben ihrer Professur für Methoden der Sozialen Arbeit übernahm sie zahlreiche Leitungs- und Entwicklungsaufgaben. Von 2015 bis 2018 war sie Prorektorin der CVJM-Hochschule. Darüber hinaus engagierte sie sich für Diversität, Gendergerechtigkeit und die Weiterentwicklung des Campus sowie für den Übergang zur Evangelischen Hochschule Hessen.
Wertschätzung für Menschlichkeit und Verlässlichkeit
In seiner Laudatio hob Prodekan Prof. Dr. Germo Zimmermann ihre ruhige, klare und wertschätzende Art hervor. Menschen habe sie unabhängig von Funktion oder Status aufmerksam begleitet und in ihrer persönlichen Entwicklung gestärkt. Auch Prof. Dr. Tobias Faix würdigte ihren wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Hochschule. Besonders bewegend waren die Worte der Studierenden. Sie beschrieben Christiane Schurian-Bremecker als ermutigend, verlässlich und jederzeit ansprechbar. Vor allem Menschen, die Studium, Beruf und Familie miteinander vereinbaren mussten, habe sie mit großem Engagement unterstützt.
Dank und Segenswünsche
Ihr wissenschaftliches Interesse an Migration, familialer Sozialisation, Ethnizität und kultureller Heterogenität verband sich mit einem tiefen Gottvertrauen und einem besonderen Blick für Menschen am Rande der Gesellschaft. Als Zeichen des Dankes erhielt sie ein eigens gestaltetes Trikot mit der Aufschrift „Team SABA – Christiane, Teamleader“ sowie eine Unterstützung für eine gemeinsame Radreise mit ihrem Mann Dirk. Die Evangelische Hochschule Hessen dankt Prof. Dr. Christiane Schurian-Bremecker herzlich für ihr außergewöhnliches Wirken und ihre Pionierarbeit. Für ihren neuen Lebensabschnitt wünscht sie ihr Gottes Segen, Gesundheit und viele bereichernde Begegnungen. Das offizielle Dienstende erfolgt zum 30. September 2027.
International Science Camp 2.0 in Armenien: Wissenschaftlicher Austausch zwischen Tradition und Transformation
Vom 5. bis 11. Juli 2026 fand an der Vanadzor State University (VSU) in Armenien das zweite International Science Camp 2.0 unter dem Leitthema „Sustainability: Between Tradition and Transformation“ statt. Das International Science Camp wurde im Rahmen des DAAD-Programms Ostpartnerschaften gefördert und gemeinsam von der Vanadzor State University (VSU), Armenien, der Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) sowie der Academy of Culture and Arts Uzhhorod, Ukraine organisiert.
Prämierte Arbeit: Rassismus und Rassismuskritik in der Kirche und Gemeindepädagogik
In diesem Jahr wurde die Bachelorarbeit von Celine Dittmann, Absolventin der Diakonik/Gemeindepädagogik und Sozialen Arbeit am Standort Schwalmstadt-Treysa, vom Verband evangelischer Diakone, Diakoninnen und Diakonatsgemeinschaften (VEDD e.V.) prämiert. Sie beschäftigte sich mit „Rassismus und Rassismuskritik in der Kirche als Herausforderung für die Gemeindepädagogik“.
Celine Dittmann greift in ihrer Arbeit ein sehr relevantes und dringend zu bearbeitendes Thema auf und leistet damit Pionierarbeit: Sie bezieht Gemeindepädagogik und das Rassismusthema aufeinander und bearbeitet dies nicht nur theoretisch, sondern auch im Hinblick auf die Ausbildung bzw. das Studium der angehenden Diakon:innen und Gemeindepädagog:innen. In ihren Forderungen zur Weiterentwicklung der Studiengänge stellt sie fest, dass Rassismus, Rassismuskritik und postkoloniale Perspektiven als Querschnittsthema in allen Modulen des Gemeindepädagogik/Diakonik Studiums auftauchen sollten.
Der Verband evangelischer Diakone, Diakoninnen und prämierte insgesamt fünf Abschlussarbeiten. Geschäftsführer Tobias Petzlodt sagt zum Preis: „Wir wollen mit diesem Projekt Studierenden ermöglichen, ihre Arbeit über die eigene Person heraus nutzbar zu machen. Voneinander zu wissen, sich auszutauschen über Themen, die in den verschiedenen Bildungsstätten gerade dran sind, das ist wichtig für die Professions- und Organisationsentwicklung.“ Die Prämierung fand zum zweiten Mal statt, auch im vergangenen Jahr erhielt ein Schwalmstädter Absolvent, Christoph Beier, eine Auszeichnung.
Die EHH gratuliert herzlich!
Let`s go Indonesia: Studierende und Lehrende der EHH für zwei Wochen an der Partnerhochschule in Salatiga
Ende Juni 2026 war es wieder so weit: sechs Studierende der Studiengänge Soziale Arbeit, Gemeindepädagogik und der Gesundheitsförderung sowie die drei Professorinnen, Prof. Dr. Marga Günther, Prof. Dr. Ulrike Manz und Prof. Dr. Gotlind Ulshöfer machten sich auf den Weg zur UKSW- Satya Wacana Christian University-Partnerhochschule in Salatiga auf der Insel Java in Indonesien.
Studium mit Praxisbezug: Präsenzphase an der Margot-Käßmann-Schule in Rotenburg
Im Juli kamen 35 Studierende des berufsbegleitenden Studiengangs Soziale Arbeit zu einer dreitägigen Präsenzphase in Rotenburg (Wümme) zusammen. Gastgeberin war die Margot-Käßmann-Schule, Fachschule für Sozialpädagogik, die als Kooperationspartnerin der Evangelischen Hochschule einen wichtigen Standort des berufsbegleitenden Studiums bildet.
Rotenburg bietet dafür besonders geeignete Voraussetzungen: Die Stadt und ihre Umgebung zeichnen sich durch eine außergewöhnlich hohe Dichte an Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie an diakonischen Angeboten aus. Die Praxisphase ist an diesem Standort daher fachlich hervorragend verortet.
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Jugendarbeit zwischen Theorie, Konzeptentwicklung und beruflicher Praxis
An den ersten beiden Präsenztagen beschäftigten sich die Studierenden intensiv mit dem Handlungsfeld der Jugendarbeit. Prof. Dr. Daniel Wegner und Elisabeth Botzen fokussierten die Gestaltung tragfähiger pädagogischer Beziehungen, Beteiligungsmöglichkeiten junger Menschen sowie die institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen professioneller Jugendarbeit.
Diakonische Arbeit, Existenzsicherung und Armut vor Ort erschließen
Am dritten Tag widmeten sich die Studierenden den Themen Existenzsicherung und Armut. Drei thematische Exkursionen führten sie zu unterschiedlichen Orten diakonischer Arbeit in Rotenburg:
Bei einer Führung zur Geschichte und Gegenwart der Diakonie in Rotenburg schlüpfte eine Stadtführerin in die Rolle einer historischen Diakonisse. Auf diese Weise wurden der Alltag, das Selbstverständnis und das Wirken der Diakonissen anschaulich vermittelt und in Beziehung zu heutigen Formen diakonischen Engagements gesetzt.
Im Diakonischen Werk des Ev.-luth. Kirchenkreises Rotenburg berichteten Sozialarbeiterinnen über aktuelle Projekte, Beratungsangebote und institutionelle Strukturen. Eine weitere Exkursion führte zum Projekt „Straßenfeger“, das sich auf kreative und partizipative Weise mit der Lebenswirklichkeit, den Erfahrungen und den Teilhabemöglichkeiten von Menschen in Armut auseinandersetzt.
Die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Rotenburg und der Mutterhaus Diakonie erwies sich erneut als ausgesprochen verlässlich und gewinnbringend. Die beteiligten Fachkräfte ermöglichten den Studierenden authentische Einblicke in ihre Arbeitsfelder und trugen wesentlich dazu bei, wissenschaftliche Fragestellungen mit konkreten Erfahrungen aus der Praxis zu verbinden.
Eine Kooperation mit nachhaltiger Wirkung
Die Präsenzphase machte deutlich, welchen Mehrwert die enge Kooperation zwischen der Evangelischen Hochschule Hessen, der Margot-Käßmann-Schule und den diakonischen Einrichtungen in Rotenburg für die Qualifizierung zukünftiger Fachkräfte bietet. Zahlreiche Absolventen und Auszubildende der Fachschule nehmen ihr Studium der Sozialen Arbeit an der EHH auf und vertiefen ihre Kompetenzen im verkürzten Studiengang Soziale Arbeit für Erzieher:innen.
Das Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg fördert die Zusammenarbeit mit zwei Deutschlandstipendien an der EHH und setzt damit ein deutliches Zeichen für die gemeinsame Qualifizierung von Fachkräften.
Hochschulkooperation mit der HfH Zürich unterstützt Stottertherapie
StotterChamp: Erlebnispädagogik und Stottertherapie im Zusammenspiel
(22.07.2026) Das Forschungsinstitut für Erlebnispädagogik der Evangelischen Hochschule Hessen kooperiert weiterhin mit der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich im Rahmen des StotterChamps. Das Therapiecamp richtet sich an stotternde Jugendliche und verbindet sprachtherapeutische Angebote mit erlebnispädagogischen Aktivitäten. Fachlich knüpft das Konzept unter anderem an den Non-Avoidance-Ansatz der Stottertherapie an, der mit der Leitidee „Nicht vermeiden – Stottern zeigen“ verbunden ist. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Veränderung des Sprechens, sondern auch die Auseinandersetzung mit Angst, Vermeidungsverhalten, Selbstbild und sozialer Teilhabe. Jugendliche werden ermutigt, sich in einem geschützten Gruppenkontext mit ihrem Stottern zu zeigen, eigene Symptome bewusster wahrzunehmen, neue Formen des Umgangs mit Sprechblockaden zu erproben und sprechtechnische Erfahrungen zu sammeln.
87 Studierende der EHH aus Kassel ausgesandt in die Welt
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Der Gottesdienst am Sonntagnachmittag in der Martinskirche in der Kasseler Stadtmitte.
Aussendungsfeier der Absolvent:innen am Standort Kassel in der Stadthalle Baunatal
Eröffnet wurde der Abend vom Präsidenten der EHH, Prof. Dr. Uwe Becker, per Videobotschaft.
Begrüßung der Absolvent:innen und der Gäste durch den Rektor der ehem. CVJM-Hochschule, Prof. Tobias Faix, DTh. (UNISA).
Die Absolvent:innen des berufsbegleitenden Studiengangs der Sozialen Arbeit mit ihren Bachelorzeugnissen.
Die Absolvent:innen des Masterstudiengangs "Transformationsstudien: Öffentliche Theologie und Soziale Arbeit".
Die Absolvierenden des Präsenzstudiengangs Bachelor Religions-, Gemeindepädagogik & Soziale Arbeit.
Mitreißende Rede des Alumnus beider Hochschulen, Michael Koch.
Zu jeder Aussendung gehört auch der Song "YMCA".
Herausragende Abschlussarbeiten wurden auch in diesem Jahr wieder mit dem Alumni-Thesis-Preis gewürdigt.
Tabea Wichern predigte über die Himmelsleiter und Jakobs Erkenntnis: "Gott ist hier. Und ich wusste es nicht."
Besonderes Momentum dieses Gottesdienstes: Die Segnung der Auszusenden durch die Dozierenden. Die liturgische Leitung hatte diesmal Frau Dr. Regina Sommer inne.
Am vergangenen Wochenende erhielten die ersten Absolvierenden der Evangelischen Hochschule Hessen am Standort Kassel ihr Abschlusszeugnis und wurden feierlich verabschiedet, gesegnet und ausgesandt
Los ging die große Feierei bereits am Donnerstagabend mit der Campus-Party der Absolvent:innen, die dieses Mal unter dem Motto „Märchen“ stand. Doch wer jetzt denkt: „Solange sie nicht gestorben sind, studieren sie noch heute“, liegt falsch. Zwei Tage nach dem märchenhaften Campus-Fest, am Samstag, den 11.07.2026, erhielten 87 Absolvent:innen, die an der ehemaligen CVJM-Hochschule ihr Studium aufgenommen hatten, im Rahmen eines feierlichen Festaktes in der Stadthalle Baunatal ihr Abschlusszeugnis der Evangelischen Hochschule Hessen. Die Feierlichkeiten wurden vom CVJM Deutschland und der Evangelischen Hessen gemeinsam verantwortet.
Feierlicher Festakt und Würdigung von Wissenschaftlichkeit
Der Präsident der EHH, Prof. Dr. Uwe Becker, begrüßte in einer Videobotschaft die Absolvierenden und ihre Angehörigen und erinnerte in seiner Rede auch an die vielen Krisen und Herausforderungen unter denen die Absolvent:innen zu tun hatten: „Die Welt von heute ist nicht mehr wie die von gestern und wird auch nicht wie die von morgen sein. Und inmitten dieser Zeit mit ihren vielen Herausforderungen übernehmen Sie nun die Aufgabe pädagogisch, sozial und christlich inspiriert tätig zu sein und Menschen Lebensperspektiven zu zeigen, die ihnen bisher verschlossen waren sowie Sinn und Lebensfreude zu vermitteln.“ Auch der ehemalige Rektor der CVJM-Hochschule und jetzige Vizepräsident für Transformation, Prof. Tobias Faix, DTh. (UNISA), knüpfte in seiner Rede daran an und ermutigte die Anwesenden, in ihren zukünftigen Wirkungsfeldern als Weltbeweger:innen unterwegs zu sein und Menschen in den Blick und in den Mittelpunkt zu stellen, die sonst eher nicht gesehen werden: „Sie werden weltbewegende Momente schaffen, die in die Biografien anderer eingreifen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Weltbeweger:innen sind und Geschichten in die Leben der Menschen reinschreiben.“ Die Absolvent:innen der Bachelor-Studiengänge „Soziale Arbeit berufsbegleitend“ und „Religions-, Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit“ sowie des Master-Studiengangs „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie und Soziale Arbeit“ bekamen an diesem Abend im Beisein von Familie, Freunden und dem Kasseler Kollegium ihre Abschlussdokumente. Auch herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten wurden wie auch in den vergangenen Jahren mit dem Alumni-Thesis-Preis geehrt. Dabei erhielt Markus Baun von der sti‘pendia-Stiftung 750 Euro für seine Masterarbeit über Glaubenswege zwischen Herkunft und Begegnung. Den zweiten Platz teilten sich die Absolventinnen Amelie Sophie Mönch und Theresa Fleischmann für ihre Kooperationsarbeit über die Entwicklung von Frauenbildern im Zeitalter digitaler Kommunikationsräume. Gestiftet wurde dieser Preis in Höhe von 1.000 € von der Diakonie Hessen. Der mit 1.500 Euro dotierte 1. Preis, gestiftet vom cjd, ging an Maria Ruess für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Sichtbarkeit von Armut in Kinderbüchern“.
Aufrichten, Ausrichten und Aussenden
Zum Glück trifft auch die Märchen-Formulierung „Morgenstund hat Gold im Mund“ nicht auf die diesjährigen Aussendungsfeierlichkeiten zu, denn der Aussendungsgottesdienst, der auf die Zeugnisvergabe am Vorabend folgt, begann wie immer um 15 Uhr in der Kasseler Martinskirche. Hier hielt Tabea Wichern, die Referentin für geistliches Leben am Campus, die Predigt über Genesis 28,10-22, Jakobs Traum von der Himmelsleiter und betitelte die Geschichte mit „Jakobs Aussendung“. Sie sprach über Jakobs Erstaunen, dass Gott mitten in seiner Einsamkeit und Angst, auf der Flucht, im Unterwegssein anwesend ist. „Gott hat den härtesten Ort seines Lebens in einen heiligen Ort verwandelt.“ Und weiter führte sie aus: „Wir brauchen diese Orte, wo Himmel und Erde sich berühren und wir spüren: Gott ist hier. Und ich wusste es nicht.“ Sie sprach den Auszusendenden Mut zu, auch in den harten Momenten des Lebens, in der Nacht, wenn „Angst in die Seele kriecht“, daran festzuhalten, dass Gott da ist. „Die Himmelsleiter lässt sich auch symbolisch verstehen:“, so Wichern. „Der Blick hebt sich weg vom harten Boden der Tatsachen, hin zum Himmel der Weite. Der Boden bleibt trotzdem da, aber es gibt eine Verbindung nach oben.“ Diesen Effekt von Gottesbegegnungen, dass sie einen aufrichten und neu ausrichten, wünschte Wichern den Absolvierenden zum Abschluss ihrer Predigt. Im Anschluss begann der Segnungsteil, der in diesem Jahr von , bevor diese einzeln aufgerufen und von den Lehrenden des EHH-Standort Kassel gesegnet und in ihre Berufs- und Lebensfelder ausgesandt wurden. Der Segnungsteil wurde von Prof. Dr. Regina Sommer verantwortet, die neben ihrer Leitungstätigkeit für das Evangelische Studienseminar Hofgeismar der EKKW auch dem Kuratorium der EHH angehört. Die Absolvierenden bekamen nach den Einsetzungsworten durch CVJM Präses Steffen Waldminghaus von den Lehrenden der EHH am Standort Kassel einen persönlichen Segen zugesprochen. So kann man nach diesem Wochenende getrost sagen: „Ende gut, alles gut.“
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Diakonisch und profiliert leiten: Neuer Workshop für Führungskräfte
Werte, Haltung und Handeln im Führungsalltag
Was bedeutet es, diakonisch zu führen — und wie wird diese Haltung im Führungsalltag konkret? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am 15. Juni 2026 sieben Führungskräfte aus unterschiedlichen diakonischen Arbeitsfeldern in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar. Der Workshop „Diakonisch und profiliert leiten. Werte, Haltung, Handeln“ fand erstmals im Rahmen des Projekts „Diakonisch und profiliert 2026“ statt, das von der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Erlebnispädagogik der Evangelischen Hochschule Hessen unter der Leitung von Prof. Dr. Germo Zimmermann durchgeführt wird. Gestaltet wurde das neue Format von Dr. Volker Klein und Lena Niekler.
Im Mittelpunkt des neuen Formats stand die Frage, wie Führung in diakonischen Einrichtungen mehr sein kann als das Treffen organisatorischer Entscheidungen. Leitung bedeutet auch, Menschen zu begleiten, Orientierung zu geben, Räume zu eröffnen und das diakonische Profil im Alltag sichtbar und erlebbar zu machen. Dabei rückten Werte, Haltung und konkretes Führungshandeln als zentrale Dimensionen diakonischer Leitung in den Blick.
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Diakonisches Profil wird im Alltag sichtbar
Die Teilnehmenden setzten sich zunächst mit der Bedeutung von Werten auseinander: Woher kommen die eigenen Werte? Wie prägen sie das persönliche Führungsverständnis? Und woran werden Werte im Alltag einer Organisation tatsächlich erkennbar? Dabei wurde deutlich: Diakonisches Profil zeigt sich nicht nur in Leitbildern, sondern auch in der Art, wie kommuniziert, entschieden, zusammengearbeitet und mit Herausforderungen umgegangen wird.
Im weiteren Verlauf rückte die eigene Einrichtung in den Blick. Die Teilnehmenden reflektierten, wie Führung zwischen Orientierung, Strukturen und gelebter Kultur wirksam wird — und welche Verantwortung Führungskräfte darin übernehmen. Unterschiedliche Zugänge, darunter ein Listening Walk durch die weitläufigen Parkanlagen, eröffneten Räume, um Abstand zum Alltag zu gewinnen und konkrete Fragen aus der eigenen Leitungspraxis zu bearbeiten.
Reflexion und Transfer in die eigene Leitungspraxis
Zum Abschluss stand die Frage nach dem nächsten Schritt im Mittelpunkt: Was will und kann ich verändern? Damit wurde der Transfer in die eigene Führungssituation noch einmal konkret: Welche Haltung will ich stärken? Welche Gewohnheiten möchte ich verändern? Und wo kann diakonisches Profil im eigenen Verantwortungsbereich sichtbarer werden?
Als besonders wertvoll erlebten viele Teilnehmende die Zeiten der Reflexion und den direkten Bezug zur eigenen Leitungspraxis. Die Stärke des Formats lag darin, fachliche Impulse nicht für sich stehen zu lassen, sondern mit persönlicher Auseinandersetzung und kollegialem Austausch zu verbinden. So entstand ein abwechslungsreicher Lern- und Reflexionsraum, in dem eigene Erfahrungen eingebracht, neue Perspektiven gewonnen und nächste Schritte für das eigene Führungshandeln sichtbar wurden.
Erfahrungsorientierte Bildungsarbeit für diakonische Führung
Der Workshop machte erfahrbar, wie diakonische Profilbildung Führungskräfte darin unterstützen kann, ihre Rolle klar, reflektiert und mit einer bewussten Haltung zu gestalten — im Vertrauen darauf, dass Werte dort wirksam werden, wo sie im Alltag Gestalt gewinnen.
Prof. Dr. Germo Zimmermann, Leiter des Forschungsinstituts für Erlebnispädagogik der Evangelischen Hochschule Hessen, zeigte sich erfreut über die Entwicklung des neuen Formats: „Der Workshop macht deutlich, wie erfahrungsorientierte Bildungsarbeit Führungskräfte darin unterstützen kann, diakonische Werte im Leitungsalltag konkret werden zu lassen. Dass das Angebot auf so positive Resonanz stößt, bestätigt den Bedarf an praxisnahen Reflexionsräumen für diakonische Führung.“
Über das Projekt
Das Projekt „Diakonisch und profiliert 2026“ unterstützt die diakonische Profilbildung von Mitarbeitenden der Mitgliedseinrichtungen der Arbeitsgemeinschaft Diakonischer Dienste (AGDD) in der Region Kassel. Ziel ist es, Mitarbeitende dabei zu begleiten, die Grundlagen und Werte diakonischen Handelns zu entdecken, zu reflektieren und im beruflichen Alltag bewusst zu gestalten. Das Projekt wird durch die Diakonie Hessen gefördert.
Neue Studie untersucht religiöse und weltanschauliche Vielfalt in helfenden Berufen
Bundesweite Befragung soll empirisch zeigen, wie Fachkräfte mit religiösen und weltanschaulichen Fragen im Beruf umgehen
„Wie hältst du es mit dem Glauben?“ – Goethes berühmte Gretchenfrage stellt sich heute auch in helfenden Berufen. Allerdings nicht nur bezogen auf den eigenen Glauben, sondern auf den professionellen Umgang mit religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen der Menschen, die sie begleiten, beraten, pflegen oder behandeln. Fachkräfte in Sozialer Arbeit, Pflege, Beratung oder Therapie begegnen im Berufsalltag Menschen mit ganz unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Prägungen. Wie sie mit dieser Vielfalt umgehen und welche Rolle sie für professionelles Handeln spielt, untersucht nun ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Siegen, der Evangelischen Hochschule Hessen, der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und des Fachbereichs Dialog im Erzbistum Köln.
Forschung für die berufliche Praxis
Obwohl Religionssensibilität seit einigen Jahren verstärkt im fachlichen Diskurs erörtert wird, gibt es kaum belastbare empirische Daten dazu, wie Fachkräfte mit religiösen und weltanschaulichen Fragen im Berufsalltag tatsächlich umgehen. Die Studie soll diese Forschungslücke schließen. Sie untersucht, welche Rolle religiöse und weltanschauliche Aspekte im professionellen Handeln spielen, wie Fachkräfte entsprechende Situationen wahrnehmen und einordnen und wo Unterstützungs- oder Fortbildungsbedarfe bestehen. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die fachliche Qualifikation sowie Organisationsentwicklung in helfenden Berufen weiterzuentwickeln. Dafür hat das Forschungsteam einen Fragebogen zur alltäglichen, beruflichen Praxis erarbeitet. Die anonyme Beantwortung der Fragen dauert 15 bis 20 Minuten. Der Fragebogen findet sich unter: https://umfragen.zimt.uni-siegen.de/sensibilitaet-religion-weltanschauung. „Je vielfältiger die Teilnehmenden sind, desto besser können wir die Praxis in helfenden Berufen abbilden“, sagt Prof. Dr. Tobias Künkler, Teil des Forschungsteam. „Deshalb freuen wir uns über jede Teilnahme und jede Weiterleitung der Umfrage.“. Die Umfrage läuft bis Ende September. Die Ergebnisse werden anschließend für Wissenschaft, fachliche Qualifikation und Praxis aufbereitet.
Studienfahrt der Sozialen Arbeit führte nach Berlin
12 Studierende aus den beiden Studiengruppen „Soziale Arbeit mit Menschen in psychischen Extremsituationen“ und „Kinder- und Jugendhilfe an der Schnittstelle zur Psychiatrie“ im 6. Fachsemester des Bachelors Soziale Arbeit führte eine Studienfahrt zusammen mit Prof. Dr. Holger Kirsch zu einer Fachtagung nach Berlin. Thema: „Demokratiekompetenz in der Jugendphase - Chancen und Herausforderungen für die pädagogische Beziehungsgestaltung“, veranstaltet vom Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg & Denkzeit Gesellschaft-Berlin.
Sie hörten spannende Vorträge z.B. „Wie Demokratiekompetenz mit psychischer Reifen zusammenhängt?“ (Prof. Dr. Ebecca Freidmann, Berlin) oder „Soziale Arbeit als Beziehungsprofession“ (Prof. Dr. Silke Gahleitner, Alice Salomon Hochschule, Berlin) und beteiligten sich aktiv an Workshops, deren Ergebnisse sie im Plenum präsentierten.
Fazit von Prof. Dr. Holger Kirsch: „Wir konnten tiefe Einblicke in ein sehr aktuelles Thema und interessante Anregungen für die Soziale Arbeit mit rechten Adressat:innen gewinnen. Durch die aktive Rolle als Mitwirkende konnten die Studierenden der EHH auch ein WIR-Gefühl aufbauen und Motivation mit nach Hause nehmen.“
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Tobias Faix als Vizepräsident für Transformation berufen
Der neue Vizepräsident für Transformation der EHH: Prof. Tobias Faix, DTh. (UNISA). Bild: Michael Hudler
Bereits in den vergangenen zweieinhalb Jahren konnte Prof. Tobias Faix, DTh (UNISA) zeigen, dass er es versteht, Veränderungsprozesse nicht nur zu begleiten, sondern sie aktiv mitzugestalten. Im Zuge der Fusion der Evangelischen Hochschule Darmstadt und der CVJM-Hochschule zur Evangelischen Hochschule Hessen kam ihm eine entscheidende Rolle zu. Mit der Gründung der EHH zum 01.04.2026 ist so ein umfassender Entwicklungsprozess nicht abgeschlossen, sondern braucht weiterhin Transformationsexpertise in den Entscheidungsprozessen. Aus diesem Grund wurde Prof. Tobias Faix, DTh (UNISA) mit großer Mehrheit am 28. Mai als Vizepräsident für Transformation gewählt und vom Kuratorium der Evangelischen Hochschule Hessen am 22. Juni einstimmig berufen.
Wissenschaft(s)Praxis trotzt Hitzewelle: Gemeinsame Qualifizierungsverantwortung kennt kein Thermometer
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Während draußen die Sonne unermüdlich auf den sich im Umbau befindenden Campus am Studienstandort Darmstadt brannte, wurde drinnen vor allem eines deutlich: Die Wissenschaft(s)Praxis hat sich erneut als erfolgreiches und zukunftsweisendes Format für Begegnung, fachlichen Austausch und Networking zwischen Studierenden, Praxispartner:innen und Hochschule bewährt. Die große Resonanz unterstrich eindrucksvoll die Relevanz gemeinsamer Kommunikationsräume: Vielfältige Perspektiven kommen zusammen, neue Impulse entstehen und gemeinsame Qualifizierungsverantwortung, Professionalitätsentwicklung und Wissenstransformation werden – auch vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger Herausforderungen – sichtbar.
Aktuell herausfordernen Entwicklungen sowie dem spürbar härteren Kurs in der Sozialpolitik setzt die EHH auch mit der Wissenschaft(s)Praxis ein lebendiges, partnerschaftliches und starkes Zeichen entgegen – das spiegelte sich sowohl im Eröffnungsteil mit Beiträgen von Prof. Dr. Uwe Becker, Prof. Dr. Michael Schilder, Dr.in Alex Roth und Miriam Stiegler M.A. als auch im abschließenden PraxisForum „Lebenslagen Komplexer Behinderung“ mit einem Beitrag von Eva Konieczny M.A. (Uni Siegen) wider.
Der Ton wird rauer in der Flüchtlingspolitik
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Zum Abschluss des Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten in diesem Studienjahr organisierten die Evangelische Hochschule, das Evangelische Dekanat Darmstadt und Der PARITÄTISCHE Hessen ein Podiumsgespräch zu aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingspolitik in Deutschland und Hessen.
Pitt von Bebenburg (Chefreporter Frankfurter Rundschau), Lea Rosenberg (Referentin für Flucht, Asyl, Migration, Der PARITÄTISCHE Hessen), Personen mit Migrationsgeschichte aus Darmstadt und Umgebung und Prof. Dr. Marga Günther (Professorin für Soziale Arbeit, EHH) betrachten dabei die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, sowie deren Bedeutung für die Praxis der Flüchtlingshilfe. Vertreter:innen von Fachorganisationen, den Medien sowie Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung diskutieren die aktuellen Entwicklungen und mögliche Perspektiven.
GenderVarianten digital – Forschung meets Museum
Ein interdisziplinäres Forschungsteam präsentiert im Rahmen einer Kabinettausstellung im Bibelmuseum die Ergebnisse eines digitalen Forschungsprojekts zur Untersuchung antiker und mittelalterlicher Bibelhandschriften. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Textüberlieferungen im Laufe der Zeit verändern – und welche Rolle dabei geschlechtsspezifische Deutungsmuster spielen.
Die Ausstellung zeigt, wie mithilfe digitaler Methoden sogenannte „Gender Bias“ sichtbar gemacht werden können, also historische Voreingenommenheiten in Geschlechterfragen, die sich in der Überlieferung biblischer Texte niederschlagen. Ein zentrales Werkzeug ist der „TextVariant Explorer“, der es ermöglicht, Varianten in Handschriften systematisch zu analysieren. Dabei wird sichtbar, wo Frauen und Männer in bestimmten Abschriften des Neuen Testaments ausgelassen, eingefügt, umgedeutet oder nachträglich verändert wurden.
Beispielhafte Befunde
Besonders eindrücklich zeigt sich dies am Beispiel der Apostelin Junia, die in späteren Überlieferungen zum männlichen „Junias“ wird. Auch die Gemeindeleiterin Nympha erscheint in einzelnen Handschriften nicht mehr als Frau, sondern wird in der Rezeptionsgeschichte maskulinisiert.
Diese Befunde verdeutlichen, wie stark Überlieferungsprozesse die Wahrnehmung biblischer Figuren beeinflusst haben – und wie digitale Auswertungsmethoden helfen können, solche Veränderungen sichtbar zu machen.
Laufzeit der Ausstellung
Die Kabinettausstellung „GenderVarianten digital“ im Bibelmuseum Frankfurt ist von 29. Mai bis 28. Juni 2026 zu sehen. Sie ist Teil des Formats „Forschung meets Museum“ und präsentiert Ergebnisse eines gemeinsamen Projekts der Universität Rostock, der Hochschule Wismar sowie der Evangelischen Hochschule Hessen in Kooperation mit weiteren Partnern.
Interdisziplinäres Forschungsteam
Beteiligt sind:
Gotlind Ulshöfer
Sebastian Zhao
Soham Al-Suadi
Zacharias Frey-Shoukry
Frank Krüger
Julia Matela
Das Projekt zeigt eindrücklich, wie digitale Methoden und geisteswissenschaftliche Forschung ineinandergreifen können, um neue Perspektiven auf die Überlieferungsgeschichte biblischer Texte zu eröffnen.
Armut auf dem Land_Ein Podcast-Gespräch der Diakonie Hessen
In dieser Folge spricht Gastgeberin Britta Heinemann (Diakonie Hessen, Leitung Kommunikation) mit Dr. Melanie Hartmann (Projektverantwortliche im Themenfeld Armut/soziale Ungleichheit, Diakonie Hessen) und Prof. Dr. Jana Günther (Evangelische Hochschule Hessen, Co-Direktorin des TIED in Darmstadt, Forschungsschwerpunkt Armut und soziale Ungleichheit) über Armut im ländlichen Raum.
Gemeinsam beleuchten sie, warum Armut auf dem Land oft unsichtbar bleibt und welche strukturellen Herausforderungen damit verbunden sind – etwa eingeschränkte Infrastruktur, geringere Zugänge zu Unterstützungssystemen und „versteckte“ Armut.
Der Podcast verbindet Perspektiven aus Forschung und Praxis und zeigt auf, wie soziale Ungleichheiten entstehen und welche Ansätze es gibt, ihnen entgegenzuwirken.
Diakonisch bewegt unterwegs: Pilgern im Habichtswald
Raus aus dem Alltag, hinein in die Bewegung: Am 21. Mai 2026 fand der Vertiefungsworkshop „Pilgern im Habichtswald“ im Rahmen des Projekts „Diakonisch und profiliert 2026“ statt. Das Projekt wird von der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Erlebnispädagogik der Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) durchgeführt. Die Bildungsangebote verbinden erfahrungsorientierte Lernformate mit der Reflexion professionellen diakonischen Handelns und eröffnen Räume für persönliche sowie berufliche Entwicklungsprozesse.
Bereits zum zweiten Mal machten sich 15 Mitarbeitende aus unterschiedlichen diakonischen Arbeitsfeldern gemeinsam auf den Weg durch den Naturpark Habichtswald. Vertreten waren unter anderem Beschäftigte aus Verwaltung, Hauswirtschaft, technischem Dienst sowie pädagogischen Arbeitsbereichen. Der Workshop bot die Möglichkeit, die eigene berufliche Praxis in einem besonderen Lern- und Erfahrungsraum zu reflektieren und zugleich den trägerübergreifenden Austausch innerhalb der diakonischen Gemeinschaft zu stärken.
Das Projekt „Diakonisch und profiliert 2026“ unterstützt die diakonische Profilbildung von Mitarbeitenden der Mitgliedseinrichtungen der Arbeitsgemeinschaft Diakonischer Dienste (AGDD) in der Region Kassel. Ziel ist es, Mitarbeitende dabei zu begleiten, die Grundlagen und Werte diakonischen Handelns zu entdecken, zu reflektieren und im beruflichen Alltag bewusst zu gestalten. Das Projekt wird durch die Diakonie Hessen gefördert.
Inhaltlich orientierte sich der Pilgertag an der Lebensgeschichte Elisabeths von Thüringen. Ihr Engagement für benachteiligte Menschen, ihre Haltung gelebter Nächstenliebe und ihr gesellschaftliches Wirken eröffneten den Teilnehmenden einen Zugang zur Frage, wie diakonische Werte heute im beruflichen Handeln sichtbar werden und Orientierung für den Arbeitsalltag bieten können.
Pilgern wurde dabei als erfahrungsorientiertes Bildungsformat verstanden, das Bewegung, Naturerfahrung und biografische Reflexion miteinander verbindet. Die bewusste Verknüpfung von körperlicher Aktivität, inhaltlichen Impulsen und kollegialem Austausch eröffnete neue Perspektiven auf die eigene berufliche Praxis und deren diakonische Orientierung. Zeiten des Schweigens, kurze thematische Impulse sowie Gespräche unterwegs unterstützten die Teilnehmenden dabei, Abstand zum Arbeitsalltag zu gewinnen, neue Perspektiven einzunehmen und die Bedeutung diakonischen Handelns im eigenen Arbeitskontext zu reflektieren.
Vorbereitete Impulskarten griffen die Verbindung von Spiritualität, biografischer Reflexion und beruflicher Praxis auf. Sie regten dazu an, die Umgebung bewusst wahrzunehmen, biblische Impulse aufzunehmen und miteinander über Erfahrungen diakonischen Handelns ins Gespräch zu kommen. So entstand unterwegs ein gemeinsamer Reflexionsraum, in dem Mitarbeitende unterschiedlicher Einrichtungen und Berufsgruppen ihre Erfahrungen austauschen, Perspektiven erweitern und neue Impulse für die Gestaltung ihres beruflichen Handelns gewinnen konnten.
Der Vertiefungsworkshop verdeutlichte damit erneut, wie erfahrungsorientierte Bildungsformate dazu beitragen können, die persönliche Auseinandersetzung mit diakonischen Werten zu fördern und den Transfer in die berufliche Praxis zu unterstützen.
Mach laut. Mach bunt. Mach mit!
Evangelische Hochschule Hessen auf dem Jugendkirchentag 2026
Zum 13. Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau kamen mehr als 4.000 junge Menschen vom 4. bis 7. Juni 2026 nach Alsfeld. Unter dem Motto „Mach laut. Mach bunt. Mach mit!“ fanden zahlreiche Workshops und Podiumsdiskussionen, Freibad-Gottesdienste und Konzerte statt. Themen wie freiwilliges Engagement, Nachhaltigkeit, Spiritualität und Vielfalt der Lebensformen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Um ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander zu gewährleisten, war rund um die Uhr ein Awarenessteam im Einsatz, dem auch EHH-Studierende angehörten. Lehrende wie Studierende der Evangelischen Hochschule Hessen waren mit einem Pavillon vertreten, um die drei Studienstandorte und die dortigen Studiengänge vorzustellen.
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Die stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Ulrike Scherf (2. von rechts), und die Leiterin des Jugendkirchentags, Cornelia Habermehl (rechts), am Stand der EHH
Erstmals an der EHH: Deutschlandstipendium startet
Die Evangelische Hochschule Hessen (EHH) schreibt erstmals Deutschlandstipendien aus. Ab dem Wintersemester 2026/2027 können sich Studierende aller Studiengänge sowie Studienanfänger:innen bewerben. Die Förderung beträgt 300 Euro monatlich, ist einkommensunabhängig, muss nicht zurückgezahlt werden und ist mit BAföG kombinierbar.
Leistung, Engagement und Lebensumstände zählen
Das Stipendium richtet sich an Studierende, die durch akademische Leistungen überzeugen, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sich engagieren – berücksichtigt werden auch besondere persönliche oder soziale Lebensumstände. Die Auswahl erfolgt über ein transparentes Punktesystem. Perspektivisch können bis zu 113 Stipendien vergeben werden – mit einem jährlichen Fördervolumen von über 400.000 Euro. Das tatsächliche Volumen hängt vom Engagement der Fördernden ab.
Erste Förderpartner gewonnen
Bereits mehrere Partner unterstützen das Programm: Die Rummelsberger Dienste für junge Menschen, das Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg (Wümme) und die Arnold-Dannenmann-Stiftung fördern je zwei Stipendien. Weitere private Fördernde haben sich ebenfalls engagiert.
Jetzt bewerben – Bewerbungsschluss 25. September 2026
Das Deutschlandstipendium ist das größte öffentlich-private Bildungsförderprogramm Deutschlands – jeder privat eingebrachte Euro wird vom Bund verdoppelt. Der private Förderanteil für ein Stipendium über die gesamte Laufzeit (24 Monate) beträgt 3.600 Euro – daraus entsteht eine Gesamtförderung von 7.200 Euro. Die EHH sucht weitere Unternehmen, Stiftungen, Kirchengemeinden und Privatpersonen als Förderpartner. Interessierte können sich Professor Germo Zimmermann melden, der in diesem Jahr die Servicestelle Deutschlandstipendien koordiniert.
„Mit der Einführung des Deutschlandstipendiums schaffen wir erstmals an der EHH neue Möglichkeiten, engagierte und leistungsstarke Studierende gezielt zu fördern. Wer ein Stipendium ermöglicht, investiert unmittelbar in die Zukunft junger Menschen und stärkt die Fachkräfte von morgen." - Prof. Dr. Germo Zimmermann, Stipendienbeauftragter der EHH
Diakonie Hessen fördert Akademisierung der Heilerziehungspflege mit Stipendien
Mit dem Projekt „HEPsozial“ unterstützt die Diakonie Hessen seit mehreren Jahren Heilerziehungspfleger:innen auf ihrem Weg in ein Studium der Sozialen Arbeit. Nach der Fusion der CVJM-Hochschule mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt wird das Projekt nun an der Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) fortgeführt. Ziel ist es, Fachkräfte im sozial-diakonischen Bereich akademisch weiter zu qualifizieren und ihnen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.
Das Stipendienangebot richtet sich an staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger:innen, die ihre fachlichen Kompetenzen erweitern und sich wissenschaftlich weiterqualifizieren möchten. Der Studiengang „Soziale Arbeit für Heilerziehungspfleger:innen“ verbindet berufliche Praxis und wissenschaftliche Reflexion in einem flexiblen Blended-Learning-Format und ermöglicht damit ein Studium parallel zur Berufstätigkeit. Gleichzeitig erhalten ausgewählte Studierende durch die Förderung der Diakonie Hessen finanzielle Unterstützung in Form von Teilstipendien.
Kooperationen stärken Fachkräfte im sozial-diakonischen Bereich
Das Projekt wird gemeinsam mit verschiedenen diakonischen Partnerinstitutionen umgesetzt. Dazu zählen unter anderem die Akademie Mission Leben in Darmstadt sowie die Hephata Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt Treysa. Ziel der Kooperationen ist es, Fachkräfte innerhalb der diakonischen Wertegemeinschaft nachhaltig zu fördern und zusätzliche akademische Bildungswege zu eröffnen.
Im aktuellen Projektjahr konnten erneut zahlreiche Interessierte für den Studiengang gewonnen werden. Informationsveranstaltungen, persönliche Beratungsgespräche sowie digitale Kampagnen sorgten für eine hohe Reichweite innerhalb der Heilerziehungspflege. Insgesamt wurden zuletzt 46 neue Studierende in den Studiengang aufgenommen. Acht von ihnen konnten durch ein Diakonie-Stipendium unterstützt werden.
Bildung fördern und Perspektiven eröffnen
„Ich freue mich sehr, dass die Diakonie Hessen in Bildung investiert und Menschen in ihrer Weiterqualifikation an unserer Evangelischen Hochschule Hessen unterstützt“, erklärt Prof. Dr. Germo Zimmermann, Projektleiter des Studienangebots. „Besonders freut mich, dass unsere Stipendiat:innen sich dadurch noch stärker auf ihr Studium konzentrieren können.“ Die Förderung der Diakonie Hessen umfasst Zuschüsse von jeweils 5.000 Euro pro Stipendium - insgesamt werden im Projekt 120.000 Euro vergeben. Damit leistet die Diakonie Hessen mit dem Projekt „HEPsozial" einen wichtigen Beitrag zur Akademisierung der Heilerziehungspflege sowie zur Sicherung qualifizierter Fachkräfte im sozial-diakonischen Bereich.
Letzte Bewerbungsphase läuft bis Jahresende
Das Projekt „HEPsozial“ läuft noch bis Ende des Jahres. Für die letzte Bewerbungsphase können sich interessierte Heilerziehungspfleger:innen direkt an die Projektleitung der Evangelischen Hochschule Hessen wenden. Das Projekt steht exemplarisch für das Anliegen der EHH, Menschen in sozialen und diakonischen Berufsfeldern durch flexible und praxisnahe Studienangebote bei ihrer fachlichen Weiterentwicklung zu begleiten.
Gemeinsam lernen in Cluj: EHH-Studierende unterwegs im Erasmus-Programm
Die Evangelische Hochschule Hessen war Anfang Mai mit neun Studierenden aus den Studienstandorten Darmstadt und Kassel zu Gast in Cluj-Napoca, Rumänien. Die Studienreise fand im Rahmen des SIP Erasmus Programms statt und markierte zugleich die erste gemeinsame internationale Aktivität von Studierenden beider Standorte.
Im Mittelpunkt der Woche stand das Thema „Cultural and Aesthetic Education for Inclusive Teaching“. Organisiert wurde das Programm vom Department for Pedagogy and Didactics in German der Faculty of Psychology and Educational Sciences an der Babeș-Bolyai University in Cluj-Napoca. Zwischen dem 4. und 8. Mai 2026 erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches und inspirierendes Programm aus fachlichem Austausch, kulturellen Aktivitäten und gemeinsamen Begegnungen.
In Workshops, Seminaren und Gesprächen setzten sich die Studierenden mit Fragen inklusiver Bildung sowie der Bedeutung kultureller und ästhetischer Bildung im pädagogischen Alltag auseinander. Dabei bot der internationale Austausch spannende Einblicke in unterschiedliche Bildungssysteme und pädagogische Perspektiven.
Neben den fachlichen Inhalten blieb auch Zeit, die Stadt Cluj-Napoca und ihre kulturelle Vielfalt kennenzulernen. Besonders in Erinnerung bleibt der gemeinsame Besuch der Oper „Der Barbier von Sevilla“, der für viele ein echtes Highlight der Reise war. Gemeinsame Stadtführungen, Begegnungen mit Studierenden vor Ort und zahlreiche informelle Gespräche sorgten zusätzlich für viele schöne gemeinsame Erlebnisse und viel Spaß.
Die Studienreise stärkte nicht nur die internationale Zusammenarbeit der Hochschulen, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl der Studierenden aus Darmstadt und Kassel. Die Teilnehmenden kehrten mit vielen neuen Eindrücken, fachlichen Impulsen und wertvollen Kontakten zurück.
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Verabschiedung von Prof. Dr. Dorothea Rzepka
Nach zehn Jahren Tätigkeit an der Evangelischen Hochschule verabschiedeten Kolleg:innen, Studierende, Alumni und Weggefährt:innen Prof. Dr. Dorothea Rzepka aus ihrem aktiven Dienst. Sie bleibt der Hochschule als Seniorprofessorin eng verbunden.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Uwe Becker hob in seiner Laudatio neben ihren Verdiensten in Lehre und Forschung ganz besonders ihr überdurchschnittliches Engagement in der Selbstverwaltung hervor: "Akademische Selbstverwaltung, das war nicht etwas, das Sie aus der Distanz kannten oder an dem mitzuwirken, Sie sich zwangsweise genötigt fühlten, sondern das war ein vitaler Bestandteil Ihres Selbstverständnisses als hauptamtliche Professorin und als Juristin."
Frau Rzepka war lange Jahre Mitglied im Fachbereichsrat Soziale Arbeit, Gemeindepädagogik und Diakonik, Dekanin des Fachbereichs, Mitglied im Senat, im Wahlausschuss, in zahlreichen Gremien, AG´s und Kommissionen und leitete zahlreiche Berufungsverfahren und Berufungskommissionen. Studierende betonten, dass sie sich stets gesehen und in ihren Perspektiven berücksichtigt sahen.
„Frauen*. Macht. Gesellschaft.“ startet die 4. Staffel des Transformations-Podcasts Herzen & Systeme – und nimmt ein Thema in den Fokus, das nach wie vor den Alltag prägt: strukturellen Sexismus. Die Praktischen Theologinnen Aline Knapp und Prof. Dr. Sabrina Müller sprechen mit Gäst:innen aus Theologie, Kirche, Wirtschaft und Aktivismus darüber, wie Ungleichheiten entstehen, warum sie sich so hartnäckig halten – und was sich konkret verändern lässt.
Die Staffel verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen und theologischen Fragen und wirft einen doppelten Blick auf Machtstrukturen in Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft. Ziel ist es, strukturellen Sexismus greifbar zu machen und neue Perspektiven auf Wandel und Veränderung zu eröffnen. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
Der Podcast wird von der Praktischen Theologie der Universität Bonn verantwortet, entsteht in Kooperation mit der Evangelische Hochschule Hessen und wird durch die Gleichstellung der Universität Bonn gefördert. Weitere Informationen über die 4. Staffel und alle vorherigen gibt es auf der Website des Studiengangs „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie und Soziale Arbeit“: www.transformationsstudien.de
GenderVarianten digital
Ausstellung im Bibelhaus Frankfurt vom 29.05. - 27.06.2026
Eine Ausstellung mit Ergebnissen eines interdisziplinären Projektes der Universität Rostock, der Hochschule Wismar und der Evangelischen Hochschule Hessen.
Im Laufe der Jahrtausende haben sich in den von Hand abgeschriebenen Büchern des Neuen Testaments Abwandlungen ergeben. Forschende machen diese Veränderungen mittels digitalen Sprachmodellen und maschinellem Lernen sichtbar und decken den „Gender-Bias“ auf: Die Astelin Junia im Laufe der Zeit zum Apostel Junias. In verschiedenen Handschriften wird auch die Gemeindevorsteherin Nympha später zum Mann. Ein „Textvarianten-Explorer“ hilft dabei, Frauen und Männer zu finden, die in bestimmten Abschriften des Neuen Testaments ausgelassen, eingefügt, nachgeordnet oder anderweitig verändert werden.
Im April 2025 durften wir Prof. Dr. Anne-Katharina Neddens als neu berufene Professorin für Sozialmedizin an der Evangelischen Hochschule Hessen begrüßen.
Auf dem Bild sehen sie sie links mit unserem Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Uwe Becker bei der offiziellen Übergabe ihrer Berufungsurkunde.
Neue Verantwortung von alten Bekannten am Studienstandort Kassel
(Kassel, 12.05.2026) Im Zuge der Gründung der Evangelischen Hochschule Hessen, die zum 01. April 2026 offiziell ihren Betrieb aufgenommen hat, übernehmen Kirsten Kretzschmar (33) und Prof. Dr. Germo Zimmermann (42) neue Verantwortung. Germo Zimmermann war bislang Prorektor der CVJM-Hochschule, Kirsten Kretzschmar Wissenschaftsmanagerin.
Forum Diakonische Kirche: Impulse für echte Teilhabe im ländlichen Raum
Donnerstag, 21. Mai 2026, 15 - 19 Uhr, Stadtkirche Homberg/Efze
Ausgehend von ersten Erkenntnissen des Forschungsprojektes "Armut auf dem Land" unter Federführung von Dr. Melanie Hartmann (Diakonie Hessen) und Prof. Dr. Jana Günther (EHH) wird die Veranstaltung der Frage nachgehen, wie echte Teilhabe gefördert werden kann. Dazu wird es eine Podiumsdiskussion und interaktive Workshops zu den Themen Einsamkeit, Wohnen und Sozialraumorientierung geben.
Die Evangelische Hochschule ist Mitglied der HAW Hessen, einem Zusammenschluss der sieben hessischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Dem Verbund gehören auch die Hochschule Darmstadt, die Frankfurt University of Applied Sciences, die Hochschule Fulda, die Technische Hochschule Mittelhessen, die Hochschule RheinMain und die Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit an.
Zu den Kernaufgaben der HAW Hessen zählen die Interessensvertretung der hessischen HAWs, die politische Willensbildung sowie der Dialog mit Politik und Öffentlichkeit. Im Rahmen eines Netzwerktreffens waren die Präsidien der staatlichen Hochschulen an der EHH zu Gast.
Wir gratulieren unseren Absolvent:innen!
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42 Studierende beendeten im Wintersemester erfolgreich ihr Studium der Kindheitspädagogik, Inclusive Education, Lebensweltorientierten Gesundheitsförderung sowie Pflege- und Gesundheitswissenschaften. 125 Studierende schlossen ihr Studium der Soziale Arbeit, Gemeindepädagogik, Diakonik und Religionspädagogik ab.
Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht! Mögen alle ihre Träume und Wünsche für die Zukunft in Erfüllung gehen. Mögen ihnen stehts die richtigen Türen offen stehen.
Wir gratulieren herzlich!
Denken und Forschen aus Widerspruch: Verabschiedung von Prof. Dr. Elke Schimpf
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Nach dreißig Jahren Tätigkeit in Lehre und Forschung an der Evangelischen Hochschule verabschiedeten Kolleg:innen, Studierende, Alumni und Weggefährt:innen Prof. Dr. Elke Schimpf aus ihrem aktiven Dienst. Frau Schimpf bleibt der Hochschule als Seniorprofessorin eng verbunden.
Hochschulpräsident Prof. Dr. Uwe Becker hob in seiner Laudatio ihr „Denken und Forschen aus Widerspruch“ hervor, „ihr großes Engagement, das gespeist wird aus der Resistenz, sich nicht abfinden zu wollen. Nicht abzufinden mit einer strukturellen Männerdominanz, mit klischeehafter Fixierung von Frauen auf bestimmte Rollenmuster, die schon bei Mädchen und ihrer Sozialisation ansetzt, nicht abzufinden damit, dass Soziale Arbeit zur frauenspezifischen Fürsorger-Arbeit etikettiert wird, nicht abzufinden damit, dass Sprache verräterisch männerdominant bleibt. Es geht darum, nicht, um einige Titel zu paraphrasieren ʺauf der Stelle zu tretenʺ, ʺUtopische Momenteʺ zu verfolgen, die ʺKonfliktarenenʺ zu benennen und zu diskutieren, ʺWidersprüche der Gestaltung Sozialer Arbeitʺ aufzuspüren und mit alle dem und mehr das Transferprojekt einer ʺKritischen Sozialen Arbeitʺ zu verfolgen.“
Leidenschaftlich engagierte sich Prof. Dr. Elke Schimpf als Frauenbeauftragte, Prodekanin, Dekanin und für die Etablierung des Gender- und Frauenforschungszentrums der Hessischen Hochschulen. Frau Schimpf gab wesentliche Akzente in der Lehre: zum Beispiel ihr Seminar ʺBildhafte Begegnungʺ, aus dem auch das Projekt der Malwerkstatt ʺWenn Worte fehlen, sprechen Bilderʺ in Kooperation mit der Behindertenhilfe Bergstraße (BHB) mit Studierenden und Maler:innen des Kunstprojektes wie auch zwei Sozialarbeitern der BHB entstanden ist, oder auch ihre Perspektiven auf Professionalität und Gender in der Sozialen Arbeit.
Rekordstart für berufsbegleitende Studiengänge der Sozialen Arbeit
Die neuen Studierenden der berufsbegleitenden Studiengänge Soziale Arbeit (B.A.) für staatlich anerkannte Erzieher:innen und Heilerziehungspfleger:innen beim Auftakt ihrer Einführungswoche am Studienstandort Kassel. Foto: Lena Friesen
Mit 46 Studierenden aus dem gesamten Bundesgebiet ist an der Evangelischen Hochschule Hessen ein neuer Jahrgang der berufsbegleitenden Studiengänge Soziale Arbeit (B.A.) für staatlich anerkannte Erzieherinnen und Heilerziehungspflegerinnen gestartet. Zum Auftakt ihres Studiums kamen die Studierenden Anfang März zu einer dreitägigen Einführungswoche am Studienstandort Kassel zusammen. Der Studiengang wurde ursprünglich an der CVJM-Hochschule entwickelt und wird im Zuge der Fusion mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt nun im Rahmen der neu gegründeten Evangelischen Hochschule Hessen weitergeführt. Mit 46 Studienanfängerinnen und -anfängern verzeichnet das Programm zugleich die bislang höchste Zahl an Studienstarts seit seiner Einführung. Studiengangsleiter Prof. Dr. Germo Zimmermann freut sich über das große Interesse: „Dass sich so viele Fachkräfte für diesen berufsbegleitenden Studiengang entscheiden, zeigt die hohe Bedeutung akademischer Qualifizierungswege in der Sozialen Arbeit. Wir freuen uns sehr über diesen starken Jahrgang.“
Einführung in Studium, Theorie und wissenschaftliches Arbeiten
Die dreitägigen Kick-off-Tage boten den Studierenden Gelegenheit, sich mit Aufbau und Anforderungen des Studiums vertraut zu machen sowie Lehrende und Kommiliton:innen kennenzulernen. Neben organisatorischen Informationen standen auch erste fachliche Lehrveranstaltungen auf dem Programm. So erhielten die Studierenden Einführungen in das wissenschaftliche Arbeiten, beschäftigten sich mit Theorien und Grundbegriffen der Sozialen Arbeit sowie mit zentralen Handlungsfeldern, Methoden und aktuellen Querschnittsthemen wie Inklusion, Gender und Diversity. Ergänzt wurden diese Einheiten durch praktische Informationen zur Nutzung digitaler Lernplattformen, zur Bibliothek sowie zur Studienorganisation. Gemeinsame Mahlzeiten, eine Andacht sowie informelle Begegnungsformate boten darüber hinaus Raum für Austausch und das gegenseitige Kennenlernen – ein wichtiger Bestandteil des berufsbegleitenden Studiums, das Online-Lernphasen mit Präsenzzeiten verbindet.
Unterstützung durch Stipendienprogramme
Ein Teil der Studierenden erhält zudem finanzielle Unterstützung durch Stipendienprogramme kooperierender Bildungseinrichtungen. Die Hephata Akademie für soziale Berufe in Schwalmstadt-Treysa sowie die Akademie Mission Leben in Darmstadt begleiten Studierende aus ihren Ausbildungsgängen auf dem Weg zum Bachelorabschluss. Die Förderung wird durch Mittel der Diakonie Hessen ermöglicht, die das Studium mit jeweils 5.000 Euro pro Stipendium unterstützt. Auf diese Weise erhalten staatlich anerkannte Erzieherinnen und Heilerziehungspflegerinnen zusätzliche Unterstützung bei der akademischen Weiterqualifizierung. Mit dem erfolgreichen Auftakt der Einführungswoche hat für die Studierenden nun eine mehrjährige berufsbegleitende Studienphase begonnen, in der berufliche Praxis und wissenschaftliche Reflexion eng miteinander verbunden werden.
Konstitution des Kuratoriums
Am Montag, den 13. April fand die konstituierende Sitzung des Kuratoriums der Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) am Standort Schwalmstadt-Treysa statt. Vertreter:innen der beiden hessischen Landeskirchen, des CVJM-Deutschland und – mitStaatssekretär Christoph Degen – auch der Landesregierung, trafen sich an dem Standort der EHH, der perspektivisch ausgebaut und an Bedeutung gewinnen wird.
Zentral ging es auf dieser Klausur um die Frage, welchen Herausforderungen sich die Hochschule in den kommenden Jahren zu stellen hat und wie sie sich auf dem Markt der Hochschulbetreiber in Deutschland profiliert einbringen kann.
Start der Evangelischen Hochschule Hessen: Bedeutender Schritt für Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft
HESSEN STÄRKT SOZIALE UND GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG IM HOCHSCHULBEREICH
(Darmstadt, Kassel, 01.04.2026) Mit dem offiziellen Start der Evangelischen Hochschule Hessen (EHH) am 01. April 2026 beginnt ein neues Kapitel evangelischer Hochschulbildung im Land. Die beiden etablierten Institutionen – die Evangelische Hochschule Darmstadt und die CVJM-Hochschule – bündeln künftig ihre Kompetenzen, Profile und Standorte unter einem gemeinsamen Dach. Damit wird die neue Hochschule zu einem gewichtigen sozialen Player für ganz Hessen.
Die EHH mit ihren 1650 Studierenden, 14 akkreditierten Studiengängen und etlichen Weiterqualifizierungsangeboten sowie knapp 150 Mitarbeitenden ist das Ergebnis eines intensiven, mehrjährigen Entwicklungsprozesses, der von kirchlichen, politischen und hochschulinternen Akteur*innen gemeinsam gestaltet wurde. Ziel ist eine starke, zukunftsfähige Hochschule, die akademische Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung, diakonischer Praxis und werteorientierter Bildung verbindet.
EHH-Präsident Prof. Dr. Uwe Becker und Prof. Dr. Tobias Faix, der vormalige Rektor der CVJM-Hochschule
Fachtag „Ev. Kitas – heute, morgen und in Zukunft“ am 24. September
Der Fachtag lädt alle ein, die evangelische Kitas zukunftsfähig mitgestalten möchten. Gemeinsam bringen das Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Fachbereich Kindertagesstätten, die Evangelische Hochschule und die Pädagogische Akademie Elisabethenstift Darmstadt, Fachschule für Sozialpädagogik (PAE) Praxis, Ausbildung und Hochschule in einen lebendigen Austausch.
Am 24.09.2026 von 9:30 bis 16:30 Uhr an der Evangelischen Hochschule in Darmstadt erwarten die Teilnehmenden Workshops und interaktive Dialogformate. Eingeladen sind pädagogische Mitarbeitende evangelischer Kitas der EKHN sowie Auszubildende und Studierende der PAE und der EH, um gemeinsam Perspektiven für die Zukunft evangelischer Kitas zu entwickeln.
Prof. Dr. Laura Wallner zur Vizepräsidentin für Studium und Lehre gewählt
Der erweiterte Senat der Evangelischen Hochschule Darmstadt hat Prof. Dr. Laura Wallner einstimmig als Vizepräsidentin für Studium und Lehre gewählt. Mit 17 der 19 abgegebenen gültigen Stimmen bei zwei Enthaltungen wurde die 37-Jährige für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Sie übernimmt das Amt zum 01.10.2026 von Prof. Dr. Michael Schilder, der nicht erneut kandidierte.
"Wir brechen auf!" - Ein grüner Campus für die Evangelische Hochschule
Aus einem gepflasterten Parkplatz wird ein lebendiger, grüner Campus: Mit der Neugestaltung ihrer Außenanlagen setzt die Evangelische Hochschule ein sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit, Aufbruch und Zukunftsfähigkeit.
Unter dem Motto „Wir brechen auf!“ werden bislang versiegelte Flächen am Standort Darmstadt konsequent zurückgebaut und in attraktive Grünräume verwandelt. Zwischen den Gebäuden entsteht ein offener, einladender Campus, der Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen bietet.
Ziel ist es, die Hochschule nicht nur architektonisch, sondern auch in ihrem Selbstverständnis weiterzuentwickeln: als Ort des Lernens und der Gemeinschaft – ökologisch nachhaltig gestaltet und mit hoher Aufenthaltsqualität.
„Mit der Entsiegelung des Campusgeländes brechen wir nicht nur den Boden auf. Diese Baumaßnahme ist zugleich ein Zeichen für den Aufbruch unserer Hochschule“, betont Prof. Dr. Uwe Becker, Präsident der Evangelischen Hochschule.
Zum 1. April wird die Evangelische Hochschule Hessen gegründet. Gleichzeitig zur Neugestaltung des Campusgeländes in Darmstadt – mit deutlich verbesserten Lern- und Aufenthaltsbedingungen für Studierenden - wird auch der zweite Standort in Schwalmstadt-Treysa weiter ausgebaut.
Dass Studium an der Evangelischen Hochschule mehr bedeutet als Lehrveranstaltungen im Seminarraum, unterstreicht Kanzler Dr. Arne Lankenau: „Kommunikation, gemeinsames Lernen und das Erleben von Gemeinschaft gehören ebenso dazu. Attraktiv gestaltete Außenräume spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Begegnungen fördern und zum Verweilen einladen.“
Für die Neugestaltung der Außenanlagen investieren die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Hochschule Darmstadt gemeinsam rund 950.000 Euro. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist bis zum Jahresende geplant.
Mit diesem Projekt entsteht Schritt für Schritt ein Campus, der Nachhaltigkeit sichtbar macht und den Aufbruch der Hochschule räumlich erlebbar werden lässt.
Kritische Theorie Sozialer Arbeit im Dialog – Tagung an der EHD
Mit einer gut besuchten und inhaltlich dichten Tagung hat die Evangelische Hochschule Darmstadt einen Raum für kritische Reflexion, theoretische Vertiefung und kontroverse Diskussionen zur Sozialen Arbeit eröffnet. Im Zentrum stand die Frage, wie sich kritische Soziale Arbeit heute theoretisch fundieren, praktisch organisieren und angesichts aktueller gesellschaftlicher Krisen weiterentwickeln lässt.
Nach der Begrüßung durch Dominik Novkovic, Kerstin Rathgeb und Alexandra Rau sowie einem Grußwort von Michael Vilain, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Internationales der EHD, eröffneten Roland Anhorn und Johannes Stehr mit ihrem Beitrag zu den „Grundrissen einer kritischen Theorie Sozialer Arbeit“ die inhaltliche Auseinandersetzung. Deutlich wurde dabei, dass kritische Theorie nicht nur Analyseinstrument, sondern auch Praxisbezug und politische Positionierung verlangt.
Ulrike Eichinger (ASH Berlin) knüpfte daran an und rückte mit ihrem Vortrag zur konfliktsensiblen Organisation kritischer Sozialer Arbeit die Frage nach Macht, Widersprüchen und institutionellen Bedingungen in den Fokus.
Am Nachmittag standen aktuelle Krisendiagnosen im Mittelpunkt. In der Auseinandersetzung mit der sozial-ökologischen Krise diskutierten Kerstin Rathgeb und Alexandra Rau (EHD) sowie Marcel Schmidt (h_da) Soziale Arbeit als Teil sozial-ökologischer Transformationen. Den Abschluss bildete der Themenblock zur Krise der Demokratie, in dem Dominik Novkovic (EHD) und Michael May (hs rheinmain) kritische Soziale Arbeit als politisch-bildende Praxis verorteten.
Der offene Tagungsausklang bot schließlich Raum für Austausch, Vernetzung und die Weiterführung der angestoßenen Debatten. Die Tagung machte deutlich: kritische Soziale Arbeit bleibt ein unabgeschlossenes Projekt – theoretisch anspruchsvoll, politisch herausfordernd und hochaktuell.
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