87 Studierende der EHH von Kassel ausgesandt in die Welt

Am vergangenen Wochenende erhielten die ersten Absolvierenden der Evangelischen Hochschule Hessen am Standort Kassel ihr Abschlusszeugnis und wurden feierlich verabschiedet, gesegnet und ausgesandt

 

Los ging die große Feierei bereits am Donnerstagabend mit der Campus-Party der Absolvent:innen, die dieses Mal unter dem Motto „Märchen“ stand. Doch wer jetzt denkt: „Solange sie nicht gestorben sind, studieren sie noch heute“, liegt falsch. Zwei Tage nach dem märchenhaften Campus-Fest, am Samstag, den 11.07.2026, erhielten 87 Absolvent:innen, die an der ehemaligen CVJM-Hochschule ihr Studium aufgenommen hatten, im Rahmen eines feierlichen Festaktes in der Stadthalle Baunatal ihr Abschlusszeugnis der Evangelischen Hochschule Hessen. Die Feierlichkeiten wurden vom CVJM Deutschland und der Evangelischen Hessen gemeinsam verantwortet.

Feierlicher Festakt und Würdigung von Wissenschaftlichkeit

Der Präsident der EHH, Prof. Dr. Uwe Becker, begrüßte in einer Videobotschaft die Absolvierenden und ihre Angehörigen und erinnerte in seiner Rede auch an die vielen Krisen und Herausforderungen unter denen die Absolvent:innen zu tun hatten: „Die Welt von heute ist nicht mehr wie die von gestern und wird auch nicht wie die von morgen sein. Und inmitten dieser Zeit mit ihren vielen Herausforderungen übernehmen Sie nun die Aufgabe pädagogisch, sozial und christlich inspiriert tätig zu sein und Menschen Lebensperspektiven zu zeigen, die ihnen bisher verschlossen waren sowie Sinn und Lebensfreude zu vermitteln.“ Auch der ehemalige Rektor der CVJM-Hochschule und jetzige Vizepräsident für Transformation, Prof. Tobias Faix, DTh. (UNISA), knüpfte in seiner Rede daran an und ermutigte die Anwesenden, in ihren zukünftigen Wirkungsfeldern als Weltbeweger:innen unterwegs zu sein und Menschen in den Blick und in den Mittelpunkt zu stellen, die sonst eher nicht gesehen werden: „Sie werden weltbewegende Momente schaffen, die in die Biografien anderer eingreifen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Weltbeweger:innen sind und Geschichten in die Leben der Menschen reinschreiben.“ 
Die Absolvent:innen der Bachelor-Studiengänge „Soziale Arbeit berufsbegleitend“ und „Religions-, Gemeindepädagogik und Soziale Arbeit“ sowie des Master-Studiengangs „Transformationsstudien: Öffentliche Theologie und Soziale Arbeit“ bekamen an diesem Abend im Beisein von Familie, Freunden und dem Kasseler Kollegium ihre Abschlussdokumente. Auch herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten wurden wie auch in den vergangenen Jahren mit dem Alumni-Thesis-Preis geehrt. Dabei erhielt Markus Baun von der sti‘pendia-Stiftung 750 Euro für seine Masterarbeit über Glaubenswege zwischen Herkunft und Begegnung. Den zweiten Platz teilten sich die Absolventinnen Amelie Sophie Mönch und Theresa Fleischmann für ihre Kooperationsarbeit über die Entwicklung von Frauenbildern im Zeitalter digitaler Kommunikationsräume. Gestiftet wurde dieser Preis in Höhe von 1.000 € von der Diakonie Hessen. Der mit 1.500 Euro dotierte 1. Preis, gestiftet vom cjd, ging an Maria Ruess für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Sichtbarkeit von Armut in Kinderbüchern“. 

Aufrichten, Ausrichten und Aussenden

Zum Glück trifft auch die Märchen-Formulierung „Morgenstund hat Gold im Mund“ nicht auf die diesjährigen Aussendungsfeierlichkeiten zu, denn der Aussendungsgottesdienst, der auf die Zeugnisvergabe am Vorabend folgt, begann wie immer um 15 Uhr in der Kasseler Martinskirche. Hier hielt Tabea Wichern, die Referentin für geistliches Leben am Campus, die Predigt über Genesis 28,10-22, Jakobs Traum von der Himmelsleiter und betitelte die Geschichte mit „Jakobs Aussendung“. Sie sprach über Jakobs Erstaunen, dass Gott mitten in seiner Einsamkeit und Angst, auf der Flucht, im Unterwegssein anwesend ist. „Gott hat den härtesten Ort seines Lebens in einen heiligen Ort verwandelt.“ Und weiter führte sie aus: „Wir brauchen diese Orte, wo Himmel und Erde sich berühren und wir spüren: Gott ist hier. Und ich wusste es nicht.“ Sie sprach den Auszusendenden Mut zu, auch in den harten Momenten des Lebens, in der Nacht, wenn „Angst in die Seele kriecht“, daran festzuhalten, dass Gott da ist. „Die Himmelsleiter lässt sich auch symbolisch verstehen:“, so Wichern. „Der Blick hebt sich weg vom harten Boden der Tatsachen, hin zum Himmel der Weite. Der Boden bleibt trotzdem da, aber es gibt eine Verbindung nach oben.“ Diesen Effekt von Gottesbegegnungen, dass sie einen aufrichten und neu ausrichten, wünschte Wichern den Absolvierenden zum Abschluss ihrer Predigt. Im Anschluss begann der Segnungsteil, der in diesem Jahr von , bevor diese einzeln aufgerufen und von den Lehrenden des EHH-Standort Kassel gesegnet und in ihre Berufs- und Lebensfelder ausgesandt wurden. Der Segnungsteil wurde von Prof. Dr. Regina Sommer verantwortet, die neben ihrer Leitungstätigkeit für das Evangelische Studienseminar Hofgeismar der EKKW auch dem Kuratorium der EHH angehört. Die Absolvierenden bekamen nach den Einsetzungsworten durch CVJM Präses Steffen Waldminghaus von den Lehrenden der EHH am Standort Kassel einen persönlichen Segen zugesprochen. So kann man nach diesem Wochenende getrost sagen: „Ende gut, alles gut.“ 

 

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Begrüßung_UweBecker
Begrüßung_TobiasFaix
Absolvierende_SABA
Master-Absolvent:innen
Absolvent:innen Präsenzstudiengang Doppelbachelor
Saal singt YMCA
Vergabe des Alumni-Thesis-Preis
Gottesdienst am 12.07.26
Predigt von Tabea Wichern
Segnung der Absolvierenden