Neue Studie untersucht religiöse und weltanschauliche Vielfalt in helfenden Berufen

Bundesweite Befragung soll empirisch zeigen, wie Fachkräfte mit religiösen und weltanschaulichen Fragen im Beruf umgehen 

„Wie hältst du es mit dem Glauben?“ – Goethes berühmte Gretchenfrage stellt sich heute auch in helfenden Berufen. Allerdings nicht nur bezogen auf den eigenen Glauben, sondern auf den professionellen Umgang mit religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen der Menschen, die sie begleiten, beraten, pflegen oder behandeln. Fachkräfte in Sozialer Arbeit, Pflege, Beratung oder Therapie begegnen im Berufsalltag Menschen mit ganz unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Prägungen. Wie sie mit dieser Vielfalt umgehen und welche Rolle sie für professionelles Handeln spielt, untersucht nun ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universität Siegen, der Evangelischen Hochschule Hessen, der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und des Fachbereichs Dialog im Erzbistum Köln. 

Forschung für die berufliche Praxis

Obwohl Religionssensibilität seit einigen Jahren verstärkt im fachlichen Diskurs erörtert wird, gibt es kaum belastbare empirische Daten dazu, wie Fachkräfte mit religiösen und weltanschaulichen Fragen im Berufsalltag tatsächlich umgehen. Die Studie soll diese Forschungslücke schließen. Sie untersucht, welche Rolle religiöse und weltanschauliche Aspekte im professionellen Handeln spielen, wie Fachkräfte entsprechende Situationen wahrnehmen und einordnen und wo Unterstützungs- oder Fortbildungsbedarfe bestehen. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die fachliche Qualifikation sowie Organisationsentwicklung in helfenden Berufen weiterzuentwickeln. Dafür hat das Forschungsteam einen Fragebogen zur alltäglichen, beruflichen Praxis erarbeitet. Die anonyme Beantwortung der Fragen dauert 15 bis 20 Minuten. Der Fragebogen findet sich unter: https://umfragen.zimt.uni-siegen.de/sensibilitaet-religion-weltanschauung. „Je vielfältiger die Teilnehmenden sind, desto besser können wir die Praxis in helfenden Berufen abbilden“, sagt Prof. Dr. Tobias Künkler, Teil des Forschungsteam. „Deshalb freuen wir uns über jede Teilnahme und jede Weiterleitung der Umfrage.“. Die Umfrage läuft bis Ende September. Die Ergebnisse sollen werden anschließend für Wissenschaft, fachliche Qualifikation und Praxis aufbereitet.

 

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Studie: Weltanschauliche Vielfalt in helfenden Berufen
Die Umfrage zum Umgang mit verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Haltungen in helfenden Berufen kann von jetzt bis Ende September ausgefüllt werden.